Solaris Zones: Virtualisierung beschleunigt Benchmarks!

Wenn ich mich mit Kunden ueber Virtualisierung unterhalte ist eine der ersten Fragen oft die nach dem Overhead.  Nun wissen wir ja alle, dass Virtualisierung mit Hypervisoren nicht ohne Overhead zu machen ist.  Was wir ebenfalls alle wissen sollten ist, dass es stark vom Lastprofil und dem verwendeten Hypervisor abhaengt, wie gross dieser Overhead jeweils ausfaellt.  Zwar gab es schon einige Versuche, dies in standardisierten Benchmarks zu quantifizieren.  Dennoch bleibt die Antwort auf diese Frage noch immer in den Nebeln von Marketing und Benchmark-Unschaerfe verborgen.  Erstaunen erlebe ich jedoch regelmaessig, wenn ich zu Solaris Zonen (bei Solaris 10 hiessen sie noch Container) als Alternative zur Virtualisierung mit Hypervisoren komme. Solaris Zonen sind, grob vereinfacht, nichts weiter sind als eine Menge von Unix Prozessen, abgegrenzt durch einen Regelsatz der vom Solaris Kernel durchgesetzt wird.  Daher ist es einleuchtend, dass hier nicht besonders viel Overhead anfallen kann.  Dennoch wird die Behauptung von "Zero Overhead" oft angezweifelt, gerade auch weil vielen heute Virtualisierung per Hypervisor sehr nahe ist.  Und so sehr ich die Erklaerung mit technischen Details ueberzeugend finde, so sehr verstehe ich auch, dass sehen viel besser ist als glauben.   Daher:

Die Benchmark-Teams bei Oracle sind so ueberzeugt von den Vorteilen der Solaris Zonen, dass sie diese fuer die veroeffentlichten Benchmarks verwenden.  Das Solaris Resource Management funktioniert natuerlich auch ohne Zonen, aber Zonen machen es so viel einfacher, insb. in Verbindung mit den teilweise recht komplexen Benchmark-Konfigurationen.  Es gibt zahlreiche Benchmark-Veroeffentlichungen bis zurueck in die Tage der T5440, in denen Solaris Container zur Anwendung kommen.  Einige aktuelle Beispiele, alles Weltrekorde, sind:

Die genaue verwendung der Zonen ist in der jeweiligen Benchmark-Beschreibung dokumentiert.

Darueber hinaus hat das Benchmark-Team in einem Blogeintrag beschrieben, wie sie das Solaris Resource Management und Zonen verwenden, um die Anwendungsleistung zu erhoehen.  Das verleitet fast dazu, von "negativem Overhead" zu sprechen, waere der Begriff nicht so irrefuehrend.

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